AWO Duisburg

AWO Rumeln-Kaldenhausen

AWO Duisburg   

Archiv der Kategorie: Presse

Die AWO Rumeln-Kaldenhausen hilft

Ruhig geworden ist es in der Kapellener Str. 24 A. Es gibt momentan keine größeren Feiern, was aber nicht heißt, dass wir nicht aktiv sind. Neben Beratung gibt es kleinere Angebote (Computerkurs, Dienstagstreff, Flottes Gehen,  Repair-Café, Sitzgymnastik), wir haben uns aber auch überlegt, wo wir anderweitig helfen können, wenn vor Ort schon so wenig möglich ist.

Mitten in unsere Überlegungen platzte die Flutkatastrophe. Dass wir den Menschen dort helfen wollten und mussten, stand außer Frage, doch auch andere Menschen und Institutionen benötigen finanzielle Unterstützung. Nun sind die Mittel eines doch relativ kleinen Ortsvereins natürlich begrenzt, also mussten wir eine Auswahl treffen. Wir haben uns entschieden (vom Nahen zum Ferneren) für

❤️ DLRG Rheinhausen
❤️ Malteser Kinderhospiz St. Raphael in Homberg
❤️ City-Wärme e.V in Duisburg Mitte
❤️ AWO-Rheinlandstiftung (Hilfe für Hochwasseropfer)
❤️ AWO-International (humanitäre Nothilfe)

Erläuterungen dazu findet ihr/finden Sie weiter unten

Spende an die DLRG Rheinhausen

Die Hütte der DLRG am Toeppersee wird ständig von Vandalen heimgesucht. Das ist unbegreiflich, setzt sich das Team doch für unser aller Leben ein. Um diese Hilfe vor Ort weiterhin zu ermöglichen, haben wir gespendet.

Hier ein Artikel in der NRZ vom 05.05.2021

DUISBURG-RHEINHAUSEN.  Schon wieder haben Unbekannte an der DLRG-Wache am Toeppersee Rheinhausen gewütet. Die Lebensretter sind verzweifelt – und hoffen auf Hinweise.

Schon wieder haben Unbekannte an der Wachstation der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Rheinhausen am Toeppersee gewütet. Wie die Ortsgruppe mitteilt, sind in der Nacht zu Dienstag erneut die Scheiben am WC-Container eingeschlagen worden.

„Eigentlich sollte heute ein neues höheres Gartentor montiert werden, da wurde bei der Anlieferung festgestellt, dass in der letzten Nacht erneut randaliert wurde“, schreibt die Ortsgruppe. Neben den kaputten Fenstern bemerkten die Lebensretter auch andere Verwüstungen. „An der Eingangstür wurde ein Schloss manipuliert und das hintere neue Tor wurde mit Gewalt aufgetreten, dem hat die Verriegelung nebst Vorhängeschloss nicht Stand gehalten“, schreibt die Ortsgruppe.

Immer wieder gab es in der Vergangenheit Vorfälle von Vandalismus an der Wache. So gab es Mitte April zwei Brandanschläge innerhalb von 24 Stunden, bereits zuvor haben Unbekannte mehrere Male an der Wache gezündelt. „Es ist zum Verzweifeln, wir kommen mit den Reparaturen nicht nach“, klagen die ehrenamtlichen Lebensretter.

 

Am 20.06.2021 schrieb das Team der DLRG Rheinhausen

„In der DLRG Wachstation wurde wieder Brand gelegt!

Es ist mittlerweile pervers, da rückt am Freitagabend ein Rettungsbootstrupp an den Rhein, um erneut eine vermisste Person im Rhein zu suchen. Gleichzeitig gehen Unbekannte am Toeppersee hin und legen zum sechsten Mal Feuer an der Wachstation! Gegen 22:50 Uhr rückten die Freiwillige Feuerwehr aus Rumeln an, um den Dachbrand zu löschen, nur durch das schnelle Eingreifen der Wehrleute kann schlimmeres verhindert werden! Wir sind in die Offensive gegangen, das Gelände ist jetzt Videoüberwacht und die Daten sind der Polizei übergeben worden! Wir vermuten die Taten kommen von Jugendlichen aus dem Umfeld unsere eigenen Aktiven, die irgendwie der DLRG schaden wollen, anders kann man die zeitlichen Abläufe sich nicht erklären! Unser Dank gilt dem Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Rumeln, die haben einen super Job gemacht!

Mit freundlichen Grüßen DLRG Rheinhausen Ortsgruppe Rheinhausen e.V.“.

 

Spende an das Malteser Kinder- und Jugendhospiz in Homberg

Ein Thema, das fast jeder von uns verdrängt, ist der Tod – erst recht der Tod eines Kindes. Wie wichtig es ist, dass es in dieser schwierigen Situation Hilfe gibt!!!

„Ein schwer krankes Kind und seine Familien brauchen besondere Begleitung, Beratung und Entlastung, damit jeder Tag lebenswert bleibt. Dazu tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Malteser Kinder- und Jugendhospizdienstes bei. Ich bin sehr beeindruckt, wie engagiert, kompetent und zugewandt sie die ganze Familie in dieser schwierigen Zeit unterstützen.“ (Bärbel Bas (MdB), Schirmherrin)

„Wir sind für Sie da. Eine schwere, unheilbare Krankheit ist für jeden Menschen, ob als Patient oder Angehöriger, mit vielfältigen Belastungen verbunden. Diese Belastungen zu mildern, Schmerzen zu lindern und Trauer Raum zu geben, darin sehen wir unsere Aufgabe. Wir begleiten und betreuen Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die individuellen Bedürfnisse der Patienten sowie ihrer Angehörigen stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Das Malteser Hospizzentrum St. Raphael gehört zum Malteser Palliativzentrum Rhein Ruhr (MPZ). Das Zentrum bietet derzeit das umfassendste palliative Angebot der Region.“

„Malteser Palliativzentrum Rhein-Ruhr Der Kinder- und Jugendhospizdienst des Malteser Hospizzentrums St. Raphael ist Teil des Malteser Palliativzentrums Rhein-Ruhr (MPZ), ein Zentrum für alle ambulanten und stationären palliativen Einrichtungen und Dienstleistungen der Malteser:
• Kinder- und Jugendhospizdienst
• Ambulanter Palliativ- und Hospizdienst
• Ambulanter Palliativpflegedienst
• Schmerzambulanz
• Palliativstation
• Stationäres Hospiz
• Trauerberatung für Erwachsene und Kinder
• Bildungsangebote und Seelsorge“

„Damit wir Kinder, die unheilbar erkrankt sind, betreuen und begleiten können, brauchen wir nicht nur das Engagement unserer Spezialisten und ehrenamtlichen Mitarbeiter – wir brauchen auch Sie. Mit einer einmaligen Spende oder einer Mitgliedschaft in unserem Freundeskreis tragen Sie dazu bei, dass wir unsere Arbeit fortsetzen können. Denn als Hospiz sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, unsere Leistungen in Teilen aus Spenden zu finanzieren. Ihr Beitrag kann viel bewirken.“

Sie möchten einmalig spenden?
Überweisen Sie Ihre Spende unter Angabe Ihrer Adresse an das folgende Konto. Selbstverständlich senden wir Ihnen eine Spendenbescheinigung zu: Sparkasse Duisburg IBAN DE31 3505 0000 0200 2072 07 BIC DUISDE33XXX oder online unter www.malteser-straphael.de“

 

Alle Zitate und das Bild sind einem offiziellen Flyer des Malteser Hospizzentrums St. Raphael Duisburg aus dem Jahr 2017 entnommen.

Spende an die City-Wärme e.V.

Eigentlich sollte man meinen, dass es in einem reichen Land wie Deutschland keine Armut gäbe. Dass dem nicht so ist, wissen wir alle. Der Verein kümmert sich nicht nur um Obdachlose, sondern auch um Senioren in Altersarmut und Alleinerziehende.

Am 9.April 2021 schrieb Reiner Terhorst im Wochenanzeiger:

TROTZ CORONA HAT DER VEREIN CITY-WÄRME E.V. MUTIGE WEGE BESCHRITTEN

Aus der Not eine Tugend machen
„Ich habe mit Unterstützung unserer engagierten Mitglieder in den vergangenen Monaten trotz Corona zwölf Wohnungslose von der Straße geholt und sie in einer festen Wohnung unterbringen können“,
sagt Bärbel Ebert, Vorsitzende von City-Wärme e.V., mit einer Mischung aus Erleichterung, Freude und Stolz. Dennoch hat die Pandemie Spuren am Nervenkostüm der ehrenamtlichen Helfer hinterlassen.

Vor Corona hatte man regelmäßig Essens- und Kleiderausgaben auf der Freifläche am Schäferturm in der City organisiert, dort öffentlich gekocht, gegessen und für ein bisschen Abwechslung im tristen Alltag gesorgt. Jetzt ist der Verein noch einen Schritt weiter gegangen. In Neudorf an der Grabenstraße 180, Ecke Koloniestraße, hat man ein 250 Quadratmeter großes Ladenlokal beziehen können, dass in absehbarer Zeit eine tägliche Anlaufstelle für diejenigen sein soll, die nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Bereits jetzt findet dort zwei Mal in der Woche eine Essenausgabe statt. Die Nachfrage ist groß und sogar steigend, denn, obwohl es weitere Hilfsorganisationen in Duisburg gibt, fällt immer noch eine stattlich Anzahl an Menschen durch das sogenannte Raster. In den Räumlichkeiten in Neudorf sollen sich auch und gerade in einer erhofften Zeit nach Corona bedürftige oder wohnungslose Menschen aufhalten , dort duschen oder eine warme Mahlzeit zu sich nehmen können. (…)
 Längst sind es nicht nur Obdachlose, die zu den Schützlingen von City-Wärme e.V. gehören. Allerziehende Väter oder Mütter, Senioren am Rande der Armutsgrenze oder Familien, deren Geldbeutel keine großen Sprünge erlauben, würden um Unterstützung, Rat und Hilfe bitten. „Wir gehen mit zu Behörden, wir haben uns um Therapieplätze gekümmert, und wir bringen auch Lebensmittel nach Hause zu Bedürftigen“, beschreibt Ebert die Vielfältigkeit der Tätigkeiten und Aufgaben. (…)

Da die Vereinsmitglieder fast alles selbst finanzieren, hofft man auf künftige Zuwendungen der Stadt. Man wolle auch andere Menschen ermuntern, nicht weg-, sondern hinzuschauen und mitzuhelfen. Der „zu 100 Prozent ehrenamtlich tätige Verein“, so die Vorsitzende, hat schon einige Aktive mit ins Boot geholt, die Essens-, Getränke-, Kleider- und Sachspenden an die Bedürftigen verteilen.

Schließlich, so ergänzt sie, „werden Hygieneartikel, Decken, Schlaf- und Rucksäcke immer benötigt, und das zu jeder Jahreszeit.“ Und über die Arbeit des Vereins werde man auch immer lückenlos informieren, um so auf noch breitere Akzeptanz zu stoßen. Neben den Obdachlosen gebe es zwei Gruppen, die von Armut besonders betroffen seien, auch und gerade in Duisburg. Dabei handele es sich um Senioren in Altersarmut und Alleinerziehende. Beiden Gruppen wolle man Hilfeleistungen anbieten und da einspringen, wo andere nicht agieren können, wollen oder dürfen. (…)

Seit langem gibt es ehrenamtliche Tätige im Umfeld von Bärbel Ebert. Die haben vor drei Jahren den Verein City-Wärme e.V. gegründet, um das Ganze rechtssicher zu machen. Auskünfte über die Tätigkeit und Hilfsangebote erteilt sie unter Tel. 0157 / 383 356 17.

Wer Spenden möchte, kann dies zudem auf das Vereinskonto bei der Sparkasse Duisburg tun. IBAN: DE69 3505 0000 0200 3665 73.

 Frank u. Sabine Schlackmann, Claudia Burda, Claudia Ebert, Bärbel Ebert (Vorsitzende), Andreas Adams


 

 

 

Spende an die AWO Rheinlandstiftung (Hilfe für Hochwasseropfer)

 Pressemeldung der AWO Rheinlandstiftung vom 2. August 2021:

 

Die Bilder der Hochwasserkatastrophe vom 14./15.07. sind uns allen im Gedächtnis. Seit Freitag 16. Juli sammelt die AWO Rheinlandstiftung Spenden für die Menschen, die durch das Hochwasser in Not geraten sind.

Die AWO ist mit vielen Helferinnen und Helfern vor Ort. Die Schicksale, denen sie begegnen sind schwer zu ertragen. Die Not hat viele Gesichter. Da ist Herr S. aus Erftstadt-Blessem, der für seine Familie einen Lebenstraum wahr machen wollte, sich in Blessem ein Haus gekauft hat, gerade hatte die Schlüsselübergabe stattgefunden. Der Umzug war im Gange, die alte Wohnung gekündigt, da kam das Wasser und hat das Haus an der jetzigen Abbruchkante komplett zerstört. Die Familie sitzt nun mit drei kleinen Kindern und einem Schuldenberg übergangsweise in einem Einzimmer-Appartement.

Da ist die Reinigungskraft ohne Deutschkenntnisse, mit einem schwerstbehinderten Mann in Eschweiler, bei der das Hochwasser im Keller des Mietshauses Waschmaschine, Trockner und Vorräte zerstört hat. Eine neue Waschmaschine ist bei ihrem Familieneinkommen eine riesige Investition und nur schwer zu stemmen.

Wir wissen von einem jungen Mann aus Erftstadt, der es nur knapp geschafft hat aus seiner Souterrainwohnung zu entkommen und nun nur noch das besitzt, was er am Leib getragen hat

So gibt es noch viele Beispiele, die ans Herz gehen.

 Die AWO Rheinlandstiftung will hier helfen. Mit einer „schnellen Hilfe“ steht sie den Betroffenen mit 500,- Euro zur Seite. Das ist vielleicht eine Waschmaschine, vielleicht eine Grundausstattung an Kleidung oder Nahrungsmittel und Drogerieartikel für die ganze Familie.

 Michael Mommer, Vorsitzender der AWO Rheinlandstiftung bedankt sich bei allen Spender*innen. „Der Zusammenhalt der Menschen macht uns Mut. Die große Solidarität aus der Bevölkerung macht uns Hoffnung und die Hilfe aus dem eigenen Verband, insbesondere von unseren AWO Freundinnen und Freunden aus Duisburg hilft nicht nur, sie zeugt von echter AWO-Freundschaft.“

 Schon zwei Wochen nach der Katastrophe hat die AWO Rheinlandstiftung mit der Auszahlung der „schnellen Hilfe“ begonnen. Mit einem niedrigschwelligen Antrag können die Menschen aus den vom Hochwasser betroffenen Gebieten ihre Hilfeanträge stellen. Die meisten AWO-Ortsvereine sind wieder einsatzbereit. Sie kennen die Bedingungen vor Ort, wissen wo die Not am Größten ist und Bescheinigen den Antragsteller*innen die Hilfebedürftigkeit. So können die Spender*innen sicher sein, dass ihr Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird. Die Mitarbeitenden und vor allem Ehrenamtlichen der AWO gehen dafür in die Katastrophengebiete und sprechen dort die Menschen aktiv an.  Sie helfen, wenn es nötig ist, beim Ausfüllen des Antrags, geben Rat und hören zu.

Trotz der Tatsache, dass es in vielen Gegenden noch immer Probleme mit Strom und Frischwasser gibt und das Mobilfunknetz instabil ist, beeindrucken der Mut und die Tatkraft der Betroffenen.  „Die Schicksale, die uns geschildert werden, berühren uns sehr und spornen uns an“, sagt Michael Mommer. „Wir sammeln weiter und wir geben den Betroffenen 100 % aller Spenden, die bei der AWO Rheinlandstiftung eingehen, weiter.“

 

Spendenkonto:

AWO Rheinlandstiftung

Sparkasse Köln Bonn

IBAN: DE06 3705 0198 0040 0020 40

 

Spende an die AWO-International

Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung machen vielen in der Welt zu schaffen.
Wir leben beinahe auf einer „Insel der Glückseligen“, dürfen/sollten die, denen es schlechter geht, nicht aus den Augen verlieren, denn:
„Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit – die Grundwerte der AWO gelten über Grenzen hinweg.“
Wir haben mit unserer Spende folgende Bereiche unterstützt:

 

HUMANITÄRE NOTHILFE

„AWO International engagiert sich im Falle von Katastrophen in der humanitären Nothilfe und im Wiederaufbau. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen leisten wir schnell und effektiv Hilfe für die betroffene Bevölkerung.

Ziel der humanitären Nothilfe von AWO International ist es, einen Beitrag zur Wiederherstellung des zivilen Alltagslebens in Katastrophen- und Krisengebieten zu leisten. Dazu gehören Maßnahmen wie die Verteilung von Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln, die medizinische Versorgung und die Förderung von Wiederaufbauprojekten. Auch in der humanitären Hilfe ist AWO International die konsequente Partnerorientierung bei der Umsetzung von Projekten wichtig.“

MIGRATION UND MENSCHENHANDEL

„Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Migrierenden sind oftmals katastrophal. Die Grenze zwischen Migration und Menschenhandel ist fließend. AWO International setzt sich für eine selbstbestimmte und sichere Migration ein.

Weltweit sind mehr als 70 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Perspektivlosigkeit. Etwa 230 Millionen Menschen leben als Migrantinnen und Migranten fernab ihrer Heimatländer. Insbesondere für Arbeitsmigrantinnen und -migranten endet die Ausreise oft in prekären Arbeitsbedingungen und Ausbeutung. Schätzungsweise 30 Millionen Menschen sind von Menschenhandel und Zwangsarbeit betroffen.“

 

Die Zitate entstammen der Homepage von AWO-International.

 

Übrigens: Unter „Anlassspenden“ findet sich ein Foto von „unserer“ AWO aus dem Jahr 2016 

Heinz Gödde, Ilse Grechza, Helmut Herbst (ⴕ), Paul Saatkamp (u.a. Ehrenvorsitzender der AWO Niederrhein), Astrid Hanske (Vorsitzende), Karl-Josef Keil (Vorstand AWO-International), Anni Thurow

 

 

 

#EhrenNorbert – Der Allrounder

 

DUISBURG (18.06.2021). „Dann hole ich meinen großen Bruder!“ – das dachte sich Cordula Römer, Leiterin zweier Begegnungs- und Beratungszentren (BBZ) der AWO-Duisburg, nicht etwa als Kind auf dem Schulhof, sondern als 2009 noch tatkräftige Unterstützung auf einem Sommerfest gesucht wurde.

Bruder Norbert Nass kam, grillte und ist seitdem Ehrenamtler in ihrem Bereich. Wobei seine Geschichte schon viel früher beginnt. Als Orthopädietechniker war er bereits als Lieferant des Seniorenzentrums Lene Reklat in Rheinhausen tätig. Als seine Schwester Hilfe anfragte, zögerte er nicht lange, für ihn war das Umfeld quasi ein Heimspiel.

Es begann mit einem Sommerfest

Cordula Römer arbeitete 20 Jahre als Diplom-Sozialpädagogin in den Seniorenzentren der AWOcura, bis sie 2009 die Leitung der Begegnungs- und Beratungszentren Beeck und Rumeln-Kaldenhausen übernahm. Während sie hier hauptsächlich die Beratungsangebote durchführt, stützt sich die Arbeit in den Begegnungs- und Freizeitangeboten für ältere Menschen maßgeblich auf ein Netzwerk von freiwillig Engagierten.

Als im Jahr ihrer Leitungsübernahme ein Sommerfest im Beecker BBZ geplant war, fehlte noch jemand, der das Team rund ums leibliche Wohl unterstützte. Kurzerhand fragte sie ihren Bruder, einen leidenschaftlichen Griller, ob er ihr aushelfen könne. Norbert Nass, der mittlerweile Rentner war, freute sich über die Aufgabe und fand sich schnell auch bei weiteren Anlässen nicht nur am Grill, sondern manchmal auch am DJ-Pult wieder. Seit 2018 ist er nun auch Mitglied bei der AWO.

Corona als Chance für Neues

Als die Pandemie begann, brachen die Begegnungsangebote in den Zentren zunächst weg, der Schutz der älteren Menschen stand an erster Stelle. Cordula Römer nutzte die Zeit, um zusammen mit ihrem Bruder neue Küchen für beide Standorte zu planen. Sein handwerkliches Geschick war dabei von großem Nutzen. „In Rumeln waren überall alte grüne Fliesen an den Wänden, das sah nicht schön aus“, berichtet der 64-Jährige. „Ich habe passend zu den neuen Küchenmöbeln die 3m hohen Wände mit Vinyllaminat verkleidet. Jetzt werden die Räume hoffentlich bald wieder mit Leben gefüllt.“

Seine Schwester kann an dieser Stelle vorsichtige Hoffnung machen. Die Planungen für erste Begegnungen laufen, einige Kleingruppen starten schon bald. „Während die meisten älteren Menschen bereits zweifach geimpft sind, dauerte es bei den Kursleitungen, die jünger sind, an manchen Stellen etwas länger, bis sie dran waren“, erklärt sie. „Aber jetzt geht es gut voran.“

Ehrenamt ist sinnvoll

Norbert Nass freut sich, dass bald wieder Gespräche stattfinden können in den Begegnungs- und Beratungszentren. Seine freiwillige Tätigkeit hilft nicht nur anderen, auch er selbst profitiert davon sehr: „Ich bin froh, wenn ich etwas Sinnvolles zu tun habe. Ich habe Menschen immer gern geholfen, schon damals in meinem Beruf. Es macht Spaß und man bekommt viel Dankbarkeit zurück, das motiviert immer wieder aufs Neue.“

Ein großes DANKE richten wir von der AWO-Duisburg an #EHRENNORBERT, der hoffentlich bald auch wieder mit Grillzange und großem Können auf den Festen unserer Einrichtungen zu sehen sein wird.

 

#EhrenLambertis – Die Reparierer

DUISBURG (18.06.2021). Die Jacke hat ein Loch, der Föhn geht nicht mehr an. Schnell werden Dinge weggeworfen, obwohl oft nur ein kleiner Handgriff nötig ist, um sie wieder in Ordnung zu bringen. Cornelia und Hansgerd Lamberti helfen genau dann im Repair-Café in Rumeln-Kaldenhausen weiter.

Repair-Cafés haben ihren Ursprung in den Niederlanden, wo 2009 die erste Initiative von Freiwilligen gestartet wurde, um dem zunehmenden Anteil an nur leicht oder teilweise gar nicht defekten Gegenständen, die auf dem Müll landen, aktiv entgegen zu wirken. Das Konzept wurde zum Erfolg und wird mittlerweile an zahlreichen Orten in Europa angeboten. So auch bei der AWO-Duisburg mit fachmännischen und leidenschaftlichen Ehrenamtlichen wie den Lambertis.

Das eigene Können für andere zugänglich machen

AWO-Ortsvereinsvorsitzende und Vorstandsmitglied Astrid Hanske hatte den Plan, in Rumeln-Kaldenhausen ein Repair-Café ins Leben zu rufen. Als sie sich bei einer anderen Freiwilligen-Initiative dieser Art informierte, traf sie auf Cornelia und Hansgerd Lamberti, die die Ansprechpartner vor Ort waren. Was sich als Glücksfall erwies. Man kam ins Gespräch und als Astrid Hanske von ihrem Plan erzählte, ein Repair-Café direkt bei der AWO anzubieten, waren die Lambertis sofort begeistert und boten an: „Klar, da wären wir dabei!“ So wurde mit einem Team aus Gleichgesinnten der Standort an der Kapellener Straße aufgebaut, der Anfang 2019 mit einem umfangreichen Angebot an handwerklichen Dienstleistungen an den Start ging. Das Konzept ist so einfach wie effektiv: Bürgerinnen und Bürger bringen defekte Dinge – vom Kleinelektro-Gerät über Kleidung bis hin zu Möbelstücken oder Ähnlichem – ins Repair-Café, lassen sie von den sich dort engagierenden Fachleuten prüfen und reparieren. Der Aufwand ist dabei ganz unterschiedlich. Manches muss zugesägt oder neu justiert werden, an anderer Stelle wird schnell ein aufgetrennter Saum zugenäht und es kommt auch vor, dass nur eine Batterie leer ist, die der Eigentümer des Geräts selbst wechseln kann.

Wer ins Repair-Café kommt, trifft zunächst auf Cornelia Lamberti. Die 61-Jährige begrüßt alle Neuankömmlinge herzlich, nimmt das Anliegen schriftlich auf und vermittelt an die entsprechende „Fachabteilung“ in der Werkstatt weiter. Dass die Initiative mehr als nur eine reine Diensterbringung ist, ist auch der Verdienst aller beteiligten Mitglieder der AWO. Diese versorgen die Besucherinnen und Besucher mit Kaffee und Waffeln. So ist im Laufe der Zeit ein geselliger Nachmittag während der Öffnungszeiten des Repair-Cafés entstanden, der auch Menschen aus der Nachbarschaft, die nichts zu reparieren haben, auf einen kleinen Plausch anzieht.

Hansgerd Lamberti ist gelernter Elektrotechniker im Ruhestand und einer der Ansprechpartner in der gefragtesten Abteilung des Cafés. Defekte Elektrogeräte machen den größten Teil der Arbeit aus und Herr Lamberti freut sich, dass er in der Regel immer helfen kann. Nur ganz selten setzt er ein Gerät außer Betrieb, wenn davon Gefahr ausgehen könnte oder es so alt ist, dass sich keine Ersatzteile mehr auftreiben lassen.

Er erklärt, dass viele Leute zunehmend Probleme haben, Hilfe zu finden: „Die Fachgeschäfte, die auch reparieren, werden immer weniger in der Stadt. Und die großen Ketten bieten entweder gar keine Reparaturen an oder die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Wert des Gerätes.“

Für ihn ist es ärgerlich, wenn dann Sachen auf dem Müll landen, die noch viele Jahre gute Dienste leisten könnten. Sein Können und Fachwissen setzt er zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen im Repair-Café nur zu gerne ein, um dem Wegwerf-Trend entgegen zu wirken. Es macht ihn zufrieden, am Ende eines Nachmittags im Repair-Café vielen Leuten geholfen zu haben, ihren Sachen ein zweites Leben zu schenken und im Endeffekt viel Geld zu sparen.

Ehrenamt wird immer gebraucht

Die Resonanz auf das Repair-Café ist groß und der Bedarf nach fachkundiger Unterstützung wächst, je bekannter die Initiative wird, betonen die Lambertis. Zuletzt kamen im Schnitt zwischen 20 und 30 Besucherinnen und Besucher in das Café, das einmal im Monat für drei Stunden öffnet – eigentlich! Denn Corona hat die fleißigen Ehrenamtlichen auch hier gezwungen, den Betrieb erst einmal komplett herunterzufahren. Eine Reparaturwerkstatt kommt nicht ohne Kontakt aus.

Hansgerd Lamberti ist jedoch zuversichtlich, dass es bald wieder losgeht. „Wir planen gerade, wann und wie das Café wieder öffnet. Jetzt gibt es das Infektionsgeschehen endlich her, in die konkrete Organisation zu gehen. Uns fehlen die Menschen, die Gespräche und die abwechslungsreiche Tätigkeit schon sehr“, beschreibt der 66-Jährige die derzeitige Situation.

Zum Schluss haben die Lambertis noch ein kleines Anliegen. „Wir können gut noch mehr Unterstützung durch Ehrenamtliche gebrauchen“, erklären sie. „Gerne auch jemanden, der Uhren reparieren kann, die Nachfrage ist groß, aber die Fachkräfte rar. Vielleicht finden sich noch mehr Experten, die wie wir in Rente sind und sich gern für eine gute Sache engagieren möchten.“

Für ihren herzlichen und fachkundigen Einsatz dankt die AWO den #EHRENLAMBERTIS und ihrem Team des Repair-Cafés in Rumeln von ganzem Herzen und wünscht ihnen einen gelungenen Neustart nach der Pandemie.

 

Überraschung

Ganz offensichtlich hatten Sigrid und Paul Saatkamp mit keinem Besuch anlässlich ihrer Diamantenen Hochzeit gerechnet – hatten sie dieses Ereignis doch coronabedingt vermeintlich geheim gehalten – und waren sehr überrascht, als Veysel Keser und Astrid Hanske vor der Tür standen um ihnen zu gratulieren. „Woher wisst ihr das?“ fragte Sigrid mehrfach erstaunt-erfreut, auch Paul war verblüfft. Dennoch hatte er es Astrid „by the way“ in einem Telefonat verraten und so war es für sie und Veysel Keser nicht nur Kür, sondern auch Pflicht, ihnen „die Ehre zu erweisen“.

Schließlich gehört Paul Saatkamp zu den absoluten VIPs der AWO:

Beruflich war er als Dezernent in Düsseldorf tätig, ehrenamtlich „seit immer“ mit der AWO verbunden. Für sie hat er sich voller Leidenschaft engagiert, ist deshalb nicht nur Ehrenvorsitzender der AWO in Rumeln- Kaldenhausen, sondern auch des Bezirksverbandes Niederrhein.  Sein Engagement war und ist allerdings nicht lokal begrenzt. Er wirkt auch auf Bundesebene mit und bei der AWO International, die er mitgegründet hat.  So verwundert es nicht, dass er der einzige lebende Duisburger ist, der sich mit der Marie-Juchacz-Plakette – der höchsten Auszeichnung, die die AWO zu vergeben hat – schmücken darf.

Wir wünschen den beiden alles erdenklich Gute für die gemeinsame Zukunft  bei bester Gesundheit!

 

Überraschung Teil 2

Der 31.Mai 2021 war ein Glückstag für die AWO Rumeln-Kaldenhausen:

Die Ortsvereinsvorsitzende Astrid Hanske und der Geschäftsführer Veysel Keser wollten eigentlich „nur“ dem Ehrenmitglied Paul Saatkamp und seiner Gattin Sigrid zur Diamantenen Hochzeit gratulieren, doch dann kam noch ein glücklicher Zufall dazu.

In absoluter Nachbarschaft wohnt Nikolaus (Niko) Neuhöfer, der schon seit geraumer Zeit in die AWO eintreten wollte, es coronabedingt aber nicht dazu kam.

An dem Tag war es dann so weit: Die Mitgliedschaft ist besiegelt.

Wir freuen uns sehr, ein solch junges engagiertes Mitglied in unseren Reihen zu wissen!!!

 

Veranstaltungen:

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  • Flottes Gehen
    Mi, 29.09.2021, 10:00 - 13:00
    AWO Rumeln-Kaldenhausen

  • Flottes Gehen
    Mi, 06.10.2021, 10:00 - 13:00
    AWO Rumeln-Kaldenhausen

  • Flottes Gehen
    Mi, 13.10.2021, 10:00 - 13:00
    AWO Rumeln-Kaldenhausen

  • Flottes Gehen
    Mi, 20.10.2021, 10:00 - 13:00
    AWO Rumeln-Kaldenhausen

Kurse:

Sitzgymnastik
Mo.:  9:30 & 11:30 Uhr.
Do.: 9:00, 10:15 & 11:30
Anmeldung erforderlich!

Die nächsten Termine:

Ihre AWO vor Ort:

AWO OV Rumeln-Kaldenhausen Vorsitzende:
Astrid Hanske
Tel.: 02151 400606


BBZ Rumeln-Kaldenhausen  
Cordula Römer
Kapellener Str. 24 A
47239 Duisburg
Tel.: 02151 405084
mobil: 0151 62910344